Historische Darstellungen, Zunftzeichen und Symbole des Brauer- und Mälzerhandwerks

Ausschankzeichen

In vielen Brauerwappen und Brauereisymbolen findet sich neben den klassischen Brauerwerkzeugen Malzschaufel, Maischegabel und Bierschöpfer auch noch das Hexagramm, der sogenannte Bier- oder Brauerstern, der in der Literatur gerne als altes oder sogar ältestes Zunftzeichen der Brauer beschrieben wird [66] .

Abb. 19: Faßboden mit Hexagramm
und Zunftwappen,
Internetbildsuche, Google

 

Abb. 20: Handwerker-Epithapie,
Brauer und Mälzer, St. Johannis Friedhof, Nürnberg, eigene Photographie

Daneben kommt das Hexagramm damals wie heute als Bierausschankzeichen an Gastwirtschaften zum Einsatz.

Abb. 21: Gastwirtschaftsausleger mit Brauerstern,
in
Ursula Pfistermeister, S. 34

 

Abb. 22: Wirtshaus in Nürnberg, Anfang des 20. Jahrhunderts,
in
Der Davidstern, S. 105


Abb. 23: Wirtshaus auf dem Weg von Oaria nach Mailand,
in Der Davidstern, S. 104

Das Bier-Schankrecht war im Mittelalter oft mit dem Braurecht verbunden [67] . In Nürnberg ging man gar so weit, daß der Bierausschank ausschließlich den Brauhäusern erlaubt war, beziehungsweise das Gebräu gleich faßweise an die Kundschaft verkauft wurde – Bierschänken im Sinne von Gastwirtschaften gab es dort erst ab 1540 [68] . Eine ähnliche Regelung galt in Köln [69] .

Damit die (potentiellen) Gäste wußten, wo Speisen und Getränke feilgeboten wurde, mußten die entsprechenden Häuser mit eindeutigen Zeichen – wie nachher noch zu zeigen ist, kamen neben dem Hexagramm auch diverse andere zum Einsatz – versehen werden. Bevor jedoch auf die verschiedenen Symbole eingegangen werden kann, muß zunächst ein Blick auf die Herkunft der gewerblichen Gastronomie geworfen werden.

4.1      Geschichte der Gastronomie

Heute ist es selbstverständlich in jeder Stadt zahlreiche Hotels und Gastwirtschaften für die Bedürfnisse des Reisenden zu finden. Beides sind nach gegenwärtigem Verständnis Dienstleistungen, die von dem, der sie in Anspruch nimmt, entsprechend vergütet werden müssen. Ein Blick in der Vergangenheit zeigt, daß dem nicht immer so war.

Den alten Germanen war eine kommerzielle Gastronomie noch fremd. Innerhalb der Stammeskultur war die private Gastfreundschaft, die unentgeltlich gewährt wurde, oberste Pflicht [70] . Freilich war das Reiseaufkommen in urgermanischen Zeiten relativ gering. Mit der Eroberung durch die Römer und dem damit gleichzeitig eingeführten weitläufigen und für damalige Zeit sehr sicheren Straßensystem, stieg die Zahl der Fremden an. Der sich verbreitende christliche Glaube – als letztes Vermächtnis der römischen Kaiser – sorgte für eine Art Reisewelle: Die Pilgerfahrten ins Heilige Land. Die Verpflegung und Unterbringung der Pilger, die die an den Hauptverkehrsadern wohnenden Menschen überfordert hätte [71] ,  wurde ab dem 5. Jahrhundert – ebenfalls unentgeltlich – von den Klöstern und ähnlichen kirchlichen Einrichtungen teilweise übernommen: Die religiöse Gastlichkeit [72] . Durch die Vorschriften des 4. Konzils in Karthago im Jahre 398 n. Chr. wurden die Bischöfe verpflichtet, in der Nähe der Kirche eine Herberge zu unterhalten [73] .

Mit dem Aufstieg der Städte, den Kreuzzügen ab dem 11. Jahrhundert und dem sich neuerlich ausbildenden Fernhandel vollzog sich ein weiterer Wandel [74] . In den Siedlungen entstand ein großer Bedarf an Verpflegung und Unterkunft für die Reisenden. Dieser konnte weder von Klöstern noch von Privathaushalten gedeckt werden: Die kommerzielle Gastlichkeit entstand [75] . Eine der ältesten deutschen Gasthauskonzessionen findet sich in der Pax Bavaria aus dem Jahre 1244 [76] .

Der Übergang von der privaten zur kommerziellen Gastlichkeit verlief dabei wohl relativ fließend – die verschiedenen Formen existierten vermutlich für längere Zeit parallel. In den Städten gab es dabei zunächst für jeden Bürger neben dem Hausbraurecht auch ein allgemeines Schankrecht sowohl für Bier als auch für Wein. Da die Menschen merkten, daß mit dem Eigengebräu Geld zu verdienen war, nahm die Zahl der Privatschänken jedoch schnell zu. Den von den gastronomischen Verkäufen abhängigen Wirten und Brauern, aber auch den Stadtoberen (Privatverkauf war schwer zu kontrollieren, ergo gingen Steuereinnahmen verloren) waren diese „Heckenwirtschaften“ ein Dorn im Auge. Ab dem 14. Jahrhundert finden sich von daher vermehrt Ratsbeschlüsse verschiedener Städte, in denen das private Schankrecht und manchmal auch das Hausbraurecht eingeschränkt werden.

Hauskennzeichen im heutigen Sinne sind relativ neueren Datums: Straßennamen und Hausnummern wurden in Mitteleuropa flächendeckend erst Ende des 18. Jahrhunderts eingeführt [77] . Die Verwendung von Symbolen zur Auszeichnung von Herbergen und Gaststätten ist dagegen schon älter: Schon im alten Griechenland waren Gasthauszeichen bekannt [78] . Nachdem das Analphabetentum damals sehr verbreitet war, beschränkte man sich meist auf einfach verständliche Zeichen. Das folgende Kapitel soll eine Übersicht dieser verschiedenartigen Symbole geben.

4.2      Übersicht über die verschiedenen Ausschanksymbole

Die frühesten Symbole hatten einen Bezug zum ausgeschänkten Getränk. So kamen bei Weinschänken Rebzweige und bei Bierschänken Kornähren zum Einsatz. Mit etwas Phantasie könnte man in der Darstellung des Pyrprew Herttel innerhalb des Hexagramms eine angedeutete Ähre erkennen. Im Laufe der Zeit wurden aus diesen getränkespezifischen Pflanzen ganz allgemein Zweige oder Büsche, die an einer Stange über dem Hauseingang befestigt waren [79] . Der heutige Begriff der Straußenwirtschaft leitet sich vermutlich daraus ab.

Abb. 24: Nüssel Weinschenk,
Mendel (1425-1436), 21v

Über Nüssel erkennt man einen Stab an dem der Strauß beziehungsweise Zweig als Zeichen für Weinausschank befestigt ist. Darunter noch ein Wappen, vermutlich um die Herkunft des Weines zu bezeichnen. Im übrigen ist es bemerkenswert, daß Ausschanksymbole innerhalb des Hausbuches der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung zwar bei Weinschänkern und Bierbrauern vorkommen, aber seltsamerweise nicht bei Wirten. Exemplarisch für die übrigen Darstellungen hier ein Weizenbierwirt:

Abb. 25: Konrad Haußner, Weizenbierwirt,
Mendel, Band II, 181v

Erklärbar ist dieses Phänomen eventuell mit der Tatsache, daß auch bei allen übrigen Berufen, wie zum Beispiel den Webern [80] , keine berufsspezifischen Symbole gezeichnet wurden. Aushänge in Form von Wappen oder Zeichen finden wir im Hausbuch nur bei Weinschänkern, Bierbrauern und Ärzten – allesamt Berufe, die stark unter der Kontrolle des Rates standen, beziehungsweise direkt mit der Gesundheit der Bevölkerung zu tun hatten. Vielleicht kommt durch die Symbolik weniger das Selbstverständnis der Handwerker, als vielmehr eine besondere obrigkeitliche Überwachung zum Ausdruck. Wie aus Abbildung 26 ersichtlich ist, findet sich dagegen in späteren Zeiten der Stern auch bei den Wirten.

Abb. 26: Zunftzeichen der Wirte,
in Alfred Grenser, Tafel 28

Dem bereits beschriebenen Zweig oder Strauß verwandt ist der Kranz aus Abbildung 27, der vornehmlich Weinschänken [81] , aber auch Bierschänken bezeichnete [82] . Besonders differenziert waren die Vorschriften in Landshut: Dort hing es vom Bierpreis ab, ob man eine Birke oder einen Reif als Schankzeichen verwendete [83] . Birken oder allgemein Bäumchen wurden aber nicht nur in Landshut zur Kennzeichnung verwendet, sondern waren allgemein als Ausschankzeichen verbreitet [84] .

Abb. 27: Weinschänke, Ausschnitt eines Bildes des Behaim-Codex,
Friedrich Winkler, ca. 15. Jahrhundert, Krakau

Aus diesem Kranz entwickelte sich dann später der Reif aus Abbildung 28 als generelles Gastlichkeitszeichen (nicht nur für Weinschänken). Vielleicht entstand der erste Reif sogar durch Abwelken eines solchen Kranzes.

Abb. 28: Gastwirt empfängt seine Gäste,
1467, Karl-S. Kramer S. 104

Eine Vereinfachung der oben beschriebenen Zeichen kommt aus England: The ale-pole [85] . Als rudimentäres Überbleibsel bleibt nur der Stab ohne Anhängsel. In Deutschland gibt es eine ähnliche Einrichtung: Die sogenannte Besenwirtschaft.

Abb. 29: Ale-pole aus England,
aus dem Internet von Brian A. Nummer

Eine weitere Sitte ist aus Straßburg überliefert: Dort wurde zur Kenntlichmachung eines Bierausschankes ein Stuhl vor die Tür gestellt [86] . Zusätzlich gab es oft Ausrufer, die den Wein- oder Bierausschank in bestimmten Häusern ansagten [87] .

Ein besonderes Ausschankzeichen kommt aus Nürnberg: Ouch sol ein iclich pierprew, waz er piers preut, selber mit offem hause und mit auzzgestossem gattern verschenken [88] . Dieses „Gatter“ sieht man höchstwahrscheinlich in Abbildung 8 über Jorg Prewmaister an einem Stab befestigt. Daneben kommt ein ausgeregeter, sichtiger zeiger […], daran verständig gemacht, wie tewer das pier geschenkt [89] zum Einsatz. Martin Engelbrecht zeichnet in seinem Kupferstich von 1730 diesen Bierzeiger als Hexagramm.

Abb. 30: Ein Bierpreü, Augsburg 1730,
Martin Engelbrecht, in Bier in Nürnberg-Fürth, S. 12

Eine frühe Erwähnung, leider jedoch keine Darstellung des „Bierzeigls“ findet sich in Regensburg zu Anfang des 14. Jahrhunderts in den Streitigkeiten zwischen Stadt und Klerus um die Einführung einer Biersteuer: […] die reichsstiftischen Bierbrauer fingen schon an, Bierzeigl (das Schenkzeichen) anzustecken [..] [90] . Gleichzeitig beweist dies auch, daß nicht nur bürgerliche sondern auch geistliche Brauer den Zeiger als Symbol verwendeten. Nachdem in späteren Darstellungen der Zeiger immer als Hexagramm dargestellt wurde, ist anzunehmen, daß dieser auch bei den geistlichen Herren ein Sechseck war. Den Beweis in Form einer konkreten Darstellung muß diese Arbeit jedoch leider schuldig bleiben.

Der Begriff des Bierzeigers lebt bis in die heutige Zeit fort: In der Oberpfalz gibt es die Tradition des Zoiglbieres, eine Form des kommunalen Braurechts, bei dem jeder Hausbesitzer Bier brauen darf und dieses mit einem am Haus befestigten „Bierzoigl“ anzeigt [91] . Der Ausdruck „Zoigl“ ist dabei der Oberpfälzer Dialektausdruck für Zeiger.

Abb. 31: Bierzoigl aus der Oberpfalz,
aus dem Internet, Zoigl-Heimat

Eine ähnliche Tradition hat sich in der Pegnitzer Gegend erhalten: Das Flindern. Hier wird jedoch kein Bierstern, sondern ein Zweig als Symbol für den Bierausschank verwendet [92] .

Der Brauerstern in Nürnberg war entweder in roter oder weißer Farbe angestrichen, um den Ausschank von Rot- oder Weißbier anzuzeigen [93] . In der Abbildung 9 des Distler Albrecht sieht man an dem Stab im Hintergrund zum einen das rote Hexagramm, zum anderen eine Art Zweig. Diese quasi doppelte Auszeichnung ist recht ungewöhnlich, war doch der Mischausschank eigentlich nicht erlaubt. Sie erklärt sich möglicherweise mit der Tatsache, daß in Einzelfällen Weinschänken das Recht zum Ausschank von Fremdbier (in diesem Fall wohl Rotbier) gegeben wurde [94] . Unterstützt wird diese These durch den Text über der Zeichnung: Hans Albrecht sonst Distler genannt ain preumaister des pierpreu handels […]. und den Umstand, daß Albrecht ohne Brauwerkzeuge dargestellt wird. Zusätzlich erscheint der Hintergrund der Zeichnung sehr ländlich, also eventuell außerhalb der Nürnberger Stadtmauer.

Etwas unklar wird der Sachverhalt dadurch, daß die erste bekannte Verordnung des Nürnberger Stadtrates zum Fremdbierausschank aus dem Jahre 1561 stammt, der Distler jedoch schon im Jahre 1560 gestorben ist. Es ist allerdings anzunehmen, daß schon vor dieser ersten städtischen Anordnung Fremdbier in Nürnberg ausgeschänkt wurde, beispielsweise bei den immer wieder auftretenden Versorgungsengpässen im Sommer.

Die meisten der oben genannten Ausschankzeichen sind heute weitgehend verschwunden und kein Bestandteil der modernen Gastwirtschaftssymbole mehr. Anders jedoch der Brauerstern, der noch immer vielerorts in Süddeutschland gefunden werden kann [95] . Nicht zuletzt deswegen soll dieser im folgenden Kapitel noch eingehender betrachtet werden.

4.3      Ein Mysterium: Das Hexagramm

Die Symbolik des Brauersterns – das Hexagramm – ist den meisten heutigen Menschen weniger als Bierzeichen sondern vielmehr als jüdisches Emblem vertraut. Wie das Kreuz für das Christentum, so wurde der Davidstern, oder auch Schild Davids, zum Symbol für eine ganze Religion. Wie kommt es nun, daß das gleiche Zeichen zwei so unterschiedliche Bedeutungen hat? Besteht vielleicht sogar eine Verbindung zwischen den beiden Ausdrucksformen, gehen sie auf einen gemeinsamen Ursprung zurück oder ist die Ähnlichkeit rein zufällig?

4.3.1      Die Geschichte des Davidsterns

Zur Geschichte des Judensterns gibt es sehr umfangreiches Literaturmaterial. Die Frage der Herkunft des Symbols und seiner erstmaligen rein jüdischen Verwendung wird dabei äußerst kontrovers diskutiert. Relativ gesichert ist heute, daß die jüdische Gemeinde zu Prag Mitte des 14. Jahrhunderts – entweder 1354 oder 1357, die Quellen sind nicht ganz eindeutig – das Hexagramm als ihr Symbol verwendete. Dazu kam es, weil im Mittelalter die Bürger ihre Städte öfter gegen Übergriffe von außen verteidigen mußten. Die jüdischen Gemeinden hatten dabei manchmal ein eigenes Tor, das Judentor zu schützen [96] . In Prag war das ähnlich, und von daher gab es eine eigene jüdische Miliz. Kaiser Karl IV, der den Juden sehr wohlgesonnen war (eine Besonderheit zu dieser Zeit), schenkte diesen das Recht eine eigene Fahne mit Zeichen zu tragen – die erste stiftete er vermutlich selbst. Diese Fahne ist der erste Beleg der von der magischen Überlieferung genährten Verwendung des Hexagramms als politisches Zeichen einer jüdischen Gemeinde [97] .

Abb. 32: Historische Fahne der jüdischen Gemeinde in Prag,
Gerbern S. Oegema, in Der Davidstern, S. 72

Prag war daneben auch ein Zentrum des hebräischen Buchdruckes. Als Symbol beziehungsweise Schmucksignet taucht das Hexagramm erstmalig 1492 auf [98] .

Abb. 33: Druckerzeichen von Mordechai Sopher,
Prag 1512, in Der Davidstern, S. 74

Bemerkenswert ist zudem, daß Böhmen die einzige größere Region in Europa war, in der die Juden nicht gezwungen wurden Abzeichen oder bestimmte Kleidung zu tragen, um von der übrigen, zumeist christlichen Bevölkerung unterschieden werden zu können [99] . Vielleicht trug diese relativ hohe Akzeptanz und Freiheit und das damit einhergehende jüdische Selbstbewußtsein in den mährischen Gebieten zur späteren weltweiten Verbreitung des Hexagramms als Judensymbol bei. Aber auch die europaweiten Beziehungen der Prager Buchdrucker und die Verbreitung des hebräischen Buchmaterials von dort aus haben vermutlich ihren Anteil an dieser Entwicklung. Der „Durchbruch“ als Judensymbol kam für das Hexgramm wohl durch die zionistische Bewegung in den 80iger und 90iger Jahren des 19. Jahrhunderts. Spätestens jedoch seit den Greueltaten des zweiten Weltkrieges hat der Davidstern für das jüdische Volk eine verbindende und für viele auch religiöse Wirkung, und hat in dieser die Menora, den siebenarmigen Leuchter, abgelöst [100] .

4.3.2      Herkunft und antike Bedeutung des Hexagramms [101]

Die Geschichte des Hexagramms beginnt schon lange vor dem 14. Jahrhundert. Grundsätzlich lagen dem Sechseck zwei Bedeutungskategorien zugrunde:

Zum einen symbolisierte es ähnlich dem chinesischen Ying und Yang die Gegensätze der Natur, beispielsweise Gut und Böse oder die Elemente Feuer und Wasser in der Alchimie. Zum anderen hatte das Hexagramm eine Bedeutung als Schutzsymbol und Glücksbringer auf Amuletten oder an Häusern.

Es findet sich auf einem Siegel aus dem 7. vorchristlichen Jahrhundert aus Sidon und bei den Templern [102] . Eine der ältesten Darstellungen findet sich in Beth-El (Abbildung 34), in der Nähe des heutigen Ramallah. Ob es dort und damals schon als rein jüdisches Symbol empfunden wurde, ist heute leider nicht eindeutig feststellbar. Dagegen spricht jedoch die Tatsache, daß an dieser Stelle noch zahlreiche weitere Symbole und Zeichen gefunden wurden, was immerhin bedeutet, daß das Hexagramm nicht als das repräsentierende Symbol des Judentums jener Epoche betrachtet werden kann [103] .  Jedenfalls wird hier der Schutzgedanke des Zeichens in den Vordergrund gestellt.

Abb. 34: Zeichen an einem Gebäude in Beth-El,
ca. 3. Jahrhundert v.Chr., in Asher Eder, S. 10

Im indischen Hinduismus, genauer in den tantrischen Sagen aus dem 8. vorchristlichen Jahrhundert finden sich Zeichnungen des Hexagramms, die den Gegensatz aber auch die Verbindung zwischen Mann und Frau darstellen [104] .

Die Ägypter benutzten das Symbol zur Kommunikation mit den Toten. Aus diesem Ritus leitete die katholische Kirche später eine Schutzfunktion gegen Dämonen ab. Die Schaffer der Pyramiden waren es auch, die das Hexagramm zuerst – neben dem Pentagramm – als Schutzsymbol für Haus und Herd einsetzten (Abbildung 35).

Abb. 35: Silberne Amulette als Glücksbringer,
in Der Davistern, S. 23

Später findet sich das Hexagramm in der arabischen Welt wieder. Es ist zum einen Ornament in der Kunst, zum anderen alchimistisches Symbol [105] . Die Alchimie ist der Vorläufer der uns heute bekannten Chemie. Sie war aus verschiedenen Lehren der Griechen und Ägypter entstanden und wurde ab dem 4. Jahrhundert n. Chr. von den Arabern adaptiert [106] . Diese brachten sie auch im Jahre 711 bei ihren Eroberungszügen mit nach Spanien und damit nach Europa. Von dort aus entwickelte sich die mittelalterliche Alchimie, die unter anderem die Umformung von unedlen Metallen in edlere (zum Beispiel Eisen in Gold) zum Ziel hatte. Die beiden übereinandergelegten Dreiecke des Hexagramms symbolisierten dabei die Elemente Feuer und Wasser.

Auf die arabische Alchimie begründet sich um die Jahrtausendwende die jüdische Kabbala. Diese wiederum hat eine starke Vorbildwirkung für die christliche Alchimie, was schließlich im 16. Jahrhundert zur fast synonymen Verwendung der beiden Begriffe führt.

Gerne wird in diesem Zusammenhang auch argumentiert, daß Brauer und Alchimisten sich sehr ähnlich gewesen wären, da ja beide in Kesseln rührten, mit Feuer und Wasser arbeiteten und ein „Gebräu“ herstellten. Von daher sei es nicht weiter verwunderlich, daß die Bierbrauer das alchimistische Hexagramm für sich übernahmen [107] . Ob das die einzige Erklärung für das Sechseck als Brauerzeichen ist, soll im nächsten Kapitel noch näher untersucht werden.

Vermutlich hat speziell die jüdische Kabbala zur Verbreitung des Hexagramms in Europa beigetragen. Immerhin waren die Juden im frühen Islam durchaus angesehen und gleichzeitig stellten sie über den Fernhandel sowie ihre historische Verwurzelung und weitreichenden Familienbanden eine Verbindung zwischen Morgen- und Abendland her [108] . Eine der frühesten europäischen Darstellungen des Sechsecks findet sich dann auch im jüdischen Einflußbereich, nämlich auf dem Leningrader Pentateuch-Codex aus dem Jahre 1009 [109] .

Im Mittelalter wurden, wie schon bei den Ägyptern, sowohl Hexagramm als auch Pentagramm als mystische Zeichen verwendet, die vor Dämonen, Waffen und Feuer oder ganz allgemein vor Unglück schützen sollen [110] . Die Symbole wurden in den Türrahmen oder die Eingangsschwelle geritzt. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, daß die frühen Logen der Bauleute, zum Beispiel Steinmetze, das Hexagramm als Symbol verwendeten [111] . Fortsetzung bis in die heutige Zeit findet sich in der Symbolik der Freimaurer [112] . Auch an jüdischen Einrichtungen findet sich in dieser Zeit schon der Stern, so zum Beispiel an einer Säule der zerstörten ersten Synagoge Nürnbergs (1296 erbaut) [113] .

Die gleichzeitige und synonyme Verwendung von Fünf- und Sechseck – teils aus Verwechslung, teils aus Absicht – durchzieht die gesamt Geschichte [114] . Selbst das moderne Internet ist nicht immun gegen diesen Fehler: Die Eingabe des Suchbegriffs „Hexagramm“ in einer Bildsuchmaschine [115] bringt im Ergebnis fast genauso viele Fünf- wie Sechsecke.

Ein bemerkenswerter Zusammenhang besteht zwischen dem Hexagramm und der militärischen Festungs- und Verteidigungstechnik. Eine Abwehrlinie in Form eines Sechsecks, zum Beispiel eine mittelalterliche Stadtmauer oder ein heutiger Stacheldrahtverhau, ist eine der effizientesten Schutzmechanismen im Gefecht und wurde von daher in Vergangenheit und Gegenwart immer wieder eingesetzt [116] . Vielleicht war das sogar mit einer der Gründe für die erstmalige Verwendung des Hexagramms als Schutzsymbol.

4.3.3      Warum gerade das Hexagramm als Brauerzeichen?

Wie bereits erwähnt beschreibt die Literatur den Brauerstern gerne als alchimistisches Zeichen, in dem die zur Bierherstellung notwendigen Elemente symbolisiert werden [117] . Allerdings erscheint es etwas ungewöhnlich, daß bei dem im Mittelalter üblichen Bildungsniveau [118] die Bierbrauer der Stadt um die alchimistische Bedeutung des Hexagramms und der dadurch repräsentierten Stoffe wußten. Zudem war das Bierbrauen, wie bereits beschrieben, ursprünglich Aufgabe der Frauen gewesen und wurde zunächst von Mönchen und dann von den Handwerkern der Städte übernommen. In Regensburg hatten die Geistlichen, wie weiter oben erwähnt wurde, den Bierzeiger als Ausschanksymbol benutzt. Es klingt unwahrscheinlich, daß gerade Mönche bei der Bierherstellung alchimistische Zeichen verwendet haben sollen, zumal da Papst Johannes XXII im Jahre 1317 eine Bulle gegen die Alchimie aussprach [119] .

Als weiteres Indiz ist anzumerken, daß die Alchimisten überall in Deutschland tätig waren. Der Brauerstern findet sich in dieser Form aber nur im fränkisch-oberpfälzischen Raum. Im übrigen stellt sich die Frage, wie in der damals vorurteilsbeladenen Welt aus den von der Kirche verachteten und mitunter verfolgten Alchimisten in den Städten plötzlich angesehen Bierbrauer werden konnten, die teilweise sogar im Stadtrat saßen. Als letztes mutet der Vergleich zwischen Bierbrauern (wandeln Wasser zu Bier) mit Alchimisten (wandeln unedle zu edlen Metallen) aus mittelalterlicher Sicht etwas seltsam an: Wurde doch das Bier, anders als der Wein, nicht als edles Getränk, sondern als Nahrung für die einfache Bevölkerungsschicht verstanden.

In der Summe erscheinen die Theorien zur Verbindung zwischen Alchimie und Bierbrauen etwas neuzeitlich eingefärbt. Welche anderen Gründe aber hätten die Brauer veranlassen können das Hexagramm als Symbol zu verwenden?

Eine mögliche Antwort liegt in der zweiten Bedeutung des Hexagramms: Der als Schutzsymbol [120] . Wie erwähnt wurde das Hexagramm im Mittelalter als Abwehrzeichen gegen Unglück, Dämonen, Waffen und Feuer verwendet. Die Abwehr von Dämonen war vor dem Hintergrund des in Kapitel 2.1 beschriebenen Irrglaubens für den Bierbrauer sehr wichtig, ebenso der aus heutiger Sicht wesentlich bedeutsamere Schutz vor Feuer. So ist immer wieder von Bränden in Brauereien und Mälzereien die Rede, die verheerende Schäden anrichteten [121] . Das Sechseck findet sich zudem in den Wappen einiger anderer Handwerke, die ebenfalls mit der Gefahr des offenen Feuers konfrontiert waren, zum Beispiel den Schornsteinfegern in Dresden [122] . Im übrigen war auch den Juden das Hexagramm als Feuerschutzzeichen bekannt [123] .

Abb. 36: Zunftzeichen der Schornsteinfeger aus Dresden,
in Alfred Grenser, Tafel 11

Die Deutung des Hexagramms als Schutzzeichen gegen Feuer läßt sich speziell für Nürnberg an weiteren Indizien unterstützen. So wurde der Ausschankstop am Abend in Nürnberg durch die Feuerglocke eingeläutet. In anderen Städten geschah dies durch besondere Bierglocken oder Ausrufer [124] .

Des weiteren sehen wir in der Abbildung 8 des Jorg Prewmaister das städtisch vorgeschriebene Gatter als Ausschankzeichen. Anders als zwischen Zweigen, beziehungsweise Kränzen und Wein, besteht scheinbar kein inhaltlicher Zusammenhang zwischen einem Gatter und Bier. Betrachten wir jedoch den Schutzpatron der fränkischen Bierbrauer, den heiligen Laurentius, der auch gegen Feuer schützen sollte [125] , so eröffnet sich eine neue Interpretationsmöglichkeit: Laurentius war ein christlicher Märtyrer, der von Kaiser Valerian im Jahre 258 n. Chr. auf einem Grill zu Tode geröstet wurde, weil er ihm den Kirchenschatz von Papst Sixtus nicht aushändigen wollte. Möglicherweise symbolisiert das Gatter eben diesen Grill, versinnbildlicht damit den Heiligen und ist somit ein Zeichen für den Schutz gegen Feuer. Es gäbe dann einen inhaltlichen funktionalen Zusammenhang zwischen Hexagramm und Gatter.

Dies würde auch erklären, warum sich Stern und Gatter, anders als die übrige Zunftsymbolik wie Maischegabel, Malzschaufel und Bierschöpfer, nicht deutschlandweit durchsetzten: Feuerschutz wurde in jeder Stadt anders gehandhabt und Laurentius war nicht überall der Patron der Brauer [126] .

Es sprechen also einige Indizien dafür, daß das Hexagramm eventuell nicht als alchimistisches Zeichen sondern als Schutzsymbol gegen Feuer und Dämonen von den Brauern verwendet wurde.

4.3.4      Judenstern und Brauerstern, eine unabhängige Entwicklung?

Der Frage nach der Verbindung zwischen Juden- und Brauerstern ist Peter Freimark in seiner Arbeit „Davidschild und Brauerstern, Zur Synonomie eines Symbols“ nachgegangen. Er kommt zu dem Schluß, daß die einzige Gemeinsamkeit des Symbols […] die Herkunft aus dem böhmisch / mährisch / fränkischen Raum [127] ist, die Entwicklung im übrigen aber unabhängig voneinander stattfand.

Die bisherigen Ausführungen haben gezeigt, daß das Hexagramm aus dem Orient nach Europa gelangte, und die Juden dabei als Bindeglied und Fernhändler eventuell einen Anteil hatten. Des weiteren wurde gezeigt, daß nach heutigem Wissensstand das von alters her überlieferte Hexagramm

  1. als explizit jüdisches Zeichen erstmalig ca. 1350 in Prag auf der Flagge der jüdischen Milizen verwendet wurde und
  2. als Brauerstern in einer Darstellung erstmalig 1425 in Nürnberg auftauchte.

Neben der räumlichen existiert also auch eine deutliche zeitliche Nähe der beiden erstmaligen Vorkommen. Außerdem scheinen beide Zeichen nach bisherigem Wissensstand auf einen gemeinsamen Ursprung im Orient zurückzugehen. Besteht also vielleicht trotz der Ausführungen von Peter Freimark ein Zusammenhang zwischen den beiden Symbolen?

Nürnberg war als freie Reichstadt direkt dem Kaiser untergeordnet. Der Anschluß, und damit die hoheitliche Unterordnung unter Bayern erfolgte erst im Jahre 1806. Maßgeblich für das mittelalterliche Nürnberg waren somit die Entscheidungen des deutschen Kaisers, und dieser residierte ab der Mitte des 14. Jahrhunderts in Prag. Die Juden waren als „Kammerknechte“ ebenfalls dem Kaiser direkt unterstellt und genossen (zumindest auf dem Papier) dessen direkten Schutz. Dafür zahlten sie im Gegenzug eine nicht unerhebliche Judensteuer. Der Kaiser wiederum verpfändete diese häufig an die Landesfürsten oder Stadträte. Namentlich in Nürnberg war diese Judensteuer an den Stadtrat verpfändet – die Stadt zahlte dafür einen Festbetrag von jährlich 400 Gulden an den Kaiser [128] . Von den Mendels, den Stiftern des ersten Bruderhauses, ist überliefert, daß sie in ihrer Eigenschaft als Ratsmitglieder bei verschiedenen Gelegenheiten diese Steuer nach Prag überbrachten [129] .

Es bestanden also intensive Beziehungen zwischen Prag und Nürnberg. Man kann davon ausgehen, daß sich diese auch auf das alltägliche Leben und die Kultur der beiden Städte auswirkte. Noch heute ist Prag architektonisch gesehen Städten wie Regensburg, Bamberg oder dem Vorkriegs-Nürnberg wesentlich ähnlicher als zum Beispiel slawischen oder hanseatischen Städten. Insbesondere nach dem Nürnberger Judenprogrom in der Mitte des 14. Jahrhunderts kann man davon ausgehen, daß zumindest ein Teil der jüdischen Bevölkerung nach Prag – in den Schutz ihrer Glaubensbrüder – geflohen ist, und dabei vermutlich ihre Gebräuche und Sitten mitgenommen hat und damit die Prager Gemeinde beeinflußte.

Zusammenfassend erscheint es vor dem Hintergrund der oben geschilderten Tatsachen möglich, daß das Hexagramm damals in Franken und der Oberpfalz allgemein als Schutzsymbol verbreitet war und in dieser Funktion sowohl von Juden als auch von Brauern verwendet wurde [130] . Die aus Nürnberg und Franken fliehenden Juden brachten den Stern dann möglicherweise mit nach Prag, wo er zum Symbol der jüdischen Gemeinde wurde und sich von dort über die ganze Welt verbreitete. Der Brauerstern blieb dagegen nur im süddeutschen Raum in Verwendung und entwickelte sich dort allmählich zum Gastlichkeitszeichen.


voriges Kapitel

[66] Literaturverzeichnis: Freiberger Altertumsverein, S. 35

[67] Literaturverzeichnis: Werner Schultheiß, S. 154; Einer der ältesten Bierschänken findet sich in Bamberg im Jahre 1093 (Freiberger Altertumsverein, S. 41)

[68] Literaturverzeichnis: Nürnberger Satzungsbücher, S. 154 ebenso Walter Grönert S. 12 f ebenso Bier in Nürnberg-Fürth S. 8; Eine interessante Anmerkung steht bei Walter Grönert: So war das Bier – anders als Wein – um 1300 in Nürnberg noch steuerfrei! Genauso laut Karin Hackel-Stehr bis 1310 in Regensburg.

[69] Literaturverzeichnis: Johanna Kachel, S. 54-55

[70] Literaturverzeichnis: Johanna Kachel, S. 7 ff

[71] Literaturverzeichnis: Hans Conrad Peyer, S. 2-3

[72] Literaturverzeichnis: Kulturgeschichte der deutschen Gaststätte, S. 2 ff

[73] Literaturverzeichnis: Walter Grönert, S. 2

[74] Literaturverzeichnis: Hans Conrad Peyer, S. 8

[75] Literaturverzeichnis: Walter Grönert, S. 3

[76] Literaturverzeichnis: Kulturgeschichte der deutschen Gaststätte, S. 11

[77] Literaturverzeichnis: Kulturgeschichte der deutschen Gaststätte, S. 73

[78] Literaturverzeichnis: Ursula Pfistermeister, S. 6-7
ebenso Kulturgeschichte der deutschen Gaststätte, S. 73 ff

[79] Literaturverzeichnis: Hans Conrad Preyer, S. 23

[80] siehe Abbildung 9

[81] Literaturverzeichnis: Johanna Kachel, S. 169-170

[82] Literaturverzeichnis: Wilhelm Scheben, S. 54

[83] Literaturverzeichnis: Karin Hackel-Stehr, S. 94

[84] Literaturverzeichnis: Karl-S. Kramer, S. 103

[85] Internetverzeichnis: Brian A. Nummer

[86] Literaturverzeichnis: Johanna Kachel, S. 170

[87] Literaturverzeichnis: Kulturgeschichte der deutschen Gaststätte, S. 12

[88] Literaturverzeichnis: Nürnberger Satzungsbücher, S. 267

[89] Literaturverzeichnis: Werner Schultheiß, S. 77

[90] Literaturverzeichnis: Karin Hackel-Stehr, S. 157

[91] Internetverzeichnis: Zoigl-Heimat

[92] Internetverzeichnis: Brauer-Vereinigung Pegnitz GmbH

[93] Literaturverzeichnis: Werner Schultheiß, S. 77; ebenso Walter Grönert, S. 55

[94] Literaturverzeichnis: Walter Grönert, S. 58

[95] siehe Abbildung 21

[96] Literaturverzeichnis: Georg Caro

[97] Literaturverzeichnis: Der Davidstern, S. 70 ff

[98] Literaturverzeichnis: Der Davidstern, S. 74

[99] Literaturverzeichnis: Der Davidstern, S. 62-63

[100] Literaturverzeichnis: Jüdisches Lexikon, S. 1282

[101] Eine weitere, nicht selbstverfasste Übersicht befindet sich als Anhang auf der dieser Arbeit beigefügten CD.

[102] Literaturverzeichnis: Der Davidstern, S. 19

[103] Literaturverzeichnis: Asher Eder, S. 11

[104] Literaturverzeichnis: Asher Eder, S. 21-23

[105] Literaturverzeichnis: Jüdisches Lexikon, S. 1282

[106] Der Begriff Al’kohol ist beispielsweise ein arabischer Ausdruck.
Siehe Internetverzeichnis: Prof. Dr. H. Rusam

[107] Literaturverzeichnis: Ursula Pfistermeister, S. 80

[108] Literaturverzeichnis: Georg Caro

[109] Literaturverzeichnis: Der Davidstern, S. 28-29

[110] Literaturverzeichnis: Gerbern S. Oegema, in Der Davidstern, S. 18-19

[111] Internetverzeichnis: Beatrice Przegendza

[112] Internetverzeichnis: Kurt Schrage

[113] Internetverzeichnis: Prof. Dr. H. Rusam

[114] Literaturverzeichnis: K. v. Jezewski

[116] In der deutschen Bundeswehr findet diese Prinzip nach wie vor Einsatz: AnwFE 212/100 Absatz 1707, Absatz 1819  sowie Anlage 16

[117] Literaturverzeichnis: Der Davidstern

[118] oder das Fehlen desselben

[119] Internetverzeichnis: Chemieplanet

[120] Vgl. vorheriges Kapitel

[121] Literaturverzeichnis: Walter Grönert, S. 51, ebenso Karin Hackel-Stehr, S. 134

[122] Der Patron der Schornsteinfeger ist übrigens der heilige Florian – ein weitere Feuerschützer. Er ist heute zusammen mit dem hl. Laurentius Patron der Feuerwehr.

[123] Literaturverzeichnis: Johann Jakob Schudt, S. 75-77

[124] Literaturverzeichnis: Kulturgeschichte der deutschen Gaststätte, S. 26-27

[125] Vgl. Kapitel 2.4

[126] Literaturverzeichnis: Alfred Grenser, S. 22

[127] Literaturverzeichnis: Festgabe für Hans-Rudolf Singer, S. 647

[128] Literaturverzeichnis: Emil Reicke, S. 233

[129] Literaturverzeichnis: Faksimile Mendelsches Hausbuch, S. 63

[130] In Fürth, das älter als Nürnberg ist, durften Juden sogar Bier brauen. Zudem gab es in der Region einen florierenden Hopfenhandel, der von den Juden dominiert wurde. Die direkteste Vermutung, daß Herttel nämlich Jude gewesen sein könnte, kann allerdings ausgeschlossen werden. Zum einen durften in Nürnberg Juden nicht brauen, zum anderen waren sie auch sicherlich nicht in dem Bruderhaus zugelassen, da sie kein Nürnberger Bürgerrecht hatten.